Automarder-Projekt am Arbeitskreis Wildbiologie

1984 bis 2003 wurden im Rahmen des "Automarder-Projekts" am Arbeitskreis Wildbiologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen e.V., die Ursachen des Kabelbeißens erforscht und mögliche Gegenmaßnahmen gesucht. Es stellte sich bald heraus, dass es auf Grund des bislang geringen Wissensstandes unumgänglich war, Grundlagenforschung in verschiedenen Verhaltensbereichen zu betreiben. Dabei wurden zum Vergleich verwandte Arten mit in die Beobachtungen einbezogen, zunächst der Baummarder, später auch Iltis, Frettchen, Hermelin, Mauswiesel und Mink.

Untersucht wurden insbesondere das Explorationsverhalten, die Mutter-Kind-Beziehung und Ontogenese sowie die olfaktorische Kommunikation. Basierend auf der Grundlage dieser Untersuchungen wurde eine Hypothese zur Klärung des Automarder-Phänomens entwickelt.

Finanziert wurde das Projekt unter anderem durch die Firmen Audi AG, Daimler-Benz AG, die Bayerischen Motorenwerke AG und Opel.

Die Gehegehaltung

Die Marder waren in 30 oder 50 qm großen Freigehegen untergebracht, Hermeline und Frettchen auch in kleineren Gehegen von sechs bis 20 qm Größe. Mauswiesel waren auf Grund ihrer sehr geringen Größe in kleineren Käfigen untergebracht.