Einheimische Marderartige

In Deutschland leben zehn verschiedene Musteliden-Arten, wenn man den ausgestorbenen Europäischen Nerz, den eingebürgerten Amerikanischen Nerz und das zu den Haustieren zählende Frettchen mitberücksichtigt.

  • Steinmarder: Als so genannter Kulturfolger lebt er mitten unter uns und macht sich gelegentlich als Automarder oder Dachmarder bemerkbar.
  • Baummarder: Ein reiner Waldbewohner, der weitaus seltener ist als der äußerlich sehr ähnliche Steinmarder.
  • Hermelin: Bekannt ist das Große Wiesel vor allem durch sein weißes Winterfell.
  • Mauswiesel: Das kleinste Raubtier der Welt ist ein sehr erfolgreicher Mäusejäger.
  • Europäischer ltis: Leicht erkennbar an seiner Gesichtsmaske - doch oft bekommt man ihn nicht zu sehen.
  • Frettchen: Seit mindestens 2000 Jahren als Haustier bekannt und ursprünglich für die Kaninchen-Jagd gezüchtet.
  • Europäischer Nerz: In Deutschland seit 1925 ausgestorben - aktuell erfolgen Wieder-Ansiedlungsversuche.
  • Amerikanischer Nerz: auch Mink genannt. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, gelangten Minks als Pelztiere nach Europa und wurden vielerorts heimisch.
  • Europäischer Dachs: Mit seiner plumpen Gestalt ähnelt er den Wieseln und Mardern auf den ersten Blick kaum, dennoch zählt er zur Familie der Marderartigen.
  • Europäischer Fischotter: Ein hervorragend angepasster Wassermarder, der in Deutschland sehr selten geworden ist.

Vielfalt

Die Familie der Marderartigen ist in in ganz unterschiedlicher Gestalt und in großer Zahl in unserer heimischen Fauna vertreten.
Zum Vergleich:
Katzenartige - zwei Arten (Wildkatze, Luchs)
Hundeartige - drei Arten (Fuchs, Wolf, Marderhund)
Großbären - eine Art (Braunbär)
Kleinbären - eine Art (Waschbär)

Literatur

Marchesi, P.; Mermod, C.; Salzmann, H. C. (2010): Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag, Bern.