Schwarzfußiltis (Mustela nigripes)

Den Namen verdanken Schwarzfußiltisse ihren dunklen Beinen. Schwarzfußiltisse sind sehr selten, man fürchtete bereits, sie seien ausgestorben.

Körperbau und Verbreitung

Schwarzfußiltiss sind unverwechselbar: die iltis-typische Gesichtsmaske, der gelblich bis braune Rumpf und die dunklen Beine.

Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 37 bis 45 cm, das Gewicht bei Rüden 900-1200 g, bei Fähen 650-850 g.

Schwarzfußiltisse lebten früher in den Prärien, die sich in Nordamerika vom südlichen Kanada bis zum Süden der USA erstreckten. Die Vernichtung ihres Lebensraums und die Bekämpfung der Präriehunde brachte die Schwarzfußiltisse an den Rand des Aussterbens.

1964 wurde in Süd-Dakota das letzte bekannte Vorkommen von Schwarzfußiltissen entdeckt, das vor dem Aussterben stand. Daher wurden fünf Tiere gefangen, um eine Erhaltungszucht aufzubauen – was jedoch misslang. 1979 – mit dem Tod des letzten Tieres in Gefangenschaft - sah man den Schwarzfußiltis als möglicherweise ausgestorben an. 1981 wurde jedoch in Wyoming noch ein Bestand entdeckt. Seitdem wurden hunderte Tiere in Gefangenschaft gezüchtet, um das Aussterben des Schwarzfußiltis zu verhindern.

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Zeit- und Raumnutzung

Schwarzfußiltisse sind überwiegend nachtaktiv. Am Tage schlafen sie in den Bauen und Gangsystemen von Präriehunden.

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Nahrung

Die Hauptbeute des Schwarzfußiltis sind Präriehunde, also in Kolonien lebende Nagetiere. Außerdem fressen Schwarzfußiltisse auch andere Nagetiere, zum Beispiel Mäuse oder Erdhörnchen, sowie Kaninchen, Vögel, Reptilien oder Insekten. Dauerhaft überleben können Schwarzfußiltisse aber nur dort, wo es Präriehunde gibt.

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Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich von Anfang März bis Anfang April- Die zwei bis sieben Jungtiere werden im Mai in Bauen der Präriehunde geboren. Im Juli machen die Jungen erste Ausflüge außerhalb des Baus, im August begleiten sie die Mutter bei der Beutesuche. Im Herbst löst sich dann der Familienverband auf.

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Buchtipp

Patent, D.H. (2001): Saving the Prairie Bandit (Wildlife Conservation Society Books. Childrens Pr.